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Götterbaum pflanzen

Götterbaum Auf der Suche nach einem schnell wachsenden und leicht zu pflegenden Hausbaum fällt die Wahl nicht selten auf den Götterbaum. Die Bittereschengewächse aus China werden Gartenfreunde mit ihrem üppigen Wuchs beeindrucken. Stimmen Standort und Pflege, können die der Gattung Ailanthus angehörenden Gewächse bis zu 30 Meter in die Höhe wachsen. Selbst an eher unwirtlichen Standorten sind Wuchshöhen bis zu 25 Metern keine Seltenheit. Was es bei der Pflanzung dieses wuchsfreudigen Laubbaumes zu beachten gibt, kann hier nachgelesen werden.
Besonderheiten
  • Pflanzenbeschreibung
  • Verbreitung
  • Wie wird die Pflanze genutzt?
  • Den Götterbaum pflanzen
  • Woraus es beim Kauf ankommt

Der Götterbaum: eine kleine Einführung

Der Götterbaum besitzt das Privileg, der schnellwüchsigste Baum Europas zu sein.  Junge Bäume gewinnen bis zu zwei Meter jährlich an Höhe. Bei älteren Exemplaren verlangsamt sich das Wachstum etwas. In ihrem ersten Standjahr werden die Bäume bereits mehrere Meter hoch. Dies sollte bei der Pflanzung beachtet werden.

Verbreitung

Die Heimat des Götterbaumes liegt in China. Auch im Norden Vietnams wurden entsprechende wild wachsende Exemplare gefunden. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde damit begonnen, die Pflanzen in Europa, Afrika, Asien und Australien anzupflanzen. Dies hatte die vermehrte Ausbreitung der Pflanze auf allen Kontinenten zur Folge. Heute wächst der Götterbaum in allen Territorien mit gemäßigtem Klima oder Mittelmeerklima.

Nach Europa gelangten die ersten Götterbäume im Jahre 1740. Um 1780 war die Pflanze in Berlin bereits als Zierpflanze geläufig. Der Wildwuchs setzte erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges ein. Götterbäume wuchsen  damals verstärkt auf Trümmerflächen. Der Götterbaum ist ein beliebter Stadtbaum und hilft dort, die Qualität der Luft zu verbessern, denn die Pflanze ist resistent gegenüber Abgasen und Rauch.

Wie wird die Pflanze genutzt?

In China werden Seidenspinner mit den Blättern des Götterbaumes gefüttert. Ähnliche Versuche wurden übrigens bereits im 19. Jahrhundert in Wien unternommen, um den Seidenspinner als Nutztier zu etablieren. Besonders in Regionen mit wenig Baumwuchs konnte sich der Götterbaum zu einer wertvollen Nutzpflanze entwickeln. Aus dem Holz werden die für die chinesische Küche unentbehrlichen Dampfgarer hergestellt. Auch zu medizinischen Zwecken werden Blätter, Wurzeln und Rinde des Baumes eingesetzt.

Hinweis: Die Blätter des Götterbaumes sind schwach giftig.

In Gebieten mit weiträumigen Vorkommen wird aus den Götterbäumen Honig gewonnen. Der Honig ist besonders würzig und eine geschätzte Delikatesse.

Blüht der Götterbaum?

Der Götterbaum bildet als zweihäusig getrenntgeschlechtliche Pflanze männliche und weibliche Blüten aus. Meist sind die Blüten auf verschiedenen Bäumen zu finden. Es existieren aber auch Exemplare mit weiblichen und männlichen Blüten. Eine Blüte besteht aus fünf Blütenblättern. Die männlichen Blüten besitzen zehn Staubblätter. Auch die weiblichen Blüten verfügen über Staubblätter, worin allerdings keine Pollen enthalten sind. Die Blüten sind rispenähnlich angeordnet und besitzen eine gelb-grüne Färbung. Die männlichen Blüten sind größer als die weiblichen.

In unseren Breiten blüht der Götterbaum im Hochsommer, meist im Juli. Die Blüten verströmen einen intensiven Geruch, welcher an Sperma erinnert und die Bienen anzieht. Der Honig wird als sehr schmackhaft beschrieben, obwohl der Geruch wohl zunächst etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag. Aus den Blüten entwickeln sich im Spätsommer grüne braune oder rote Früchte. Die Früchte sind knapp fünf Zentimeter lang.

Tipp: Götterbäume blühen bereits ab einem Alter von drei Jahren.

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Besonders junge Götterbäume ähneln optisch stark den Essigbäumen. Die gefiederten Blätter besitzen große Ähnlichkeit. Essigbäume sind jedoch weit weniger wuchsfreudig und deutlich kleiner. Verwechselt werden kann der Götterbaum auch mit der Schmuckblatt Mahonie. Diese Pflanze besitzt nicht nur ähnliche  gefiederte Blätter, sondern es ähneln sich auch die gelblichen Blütenstände. Noch häufiger wird der Götterbaum mit der Esche verwechselt. Die Esche unterscheidet sich jedoch auf den zweiten Blick auf Grund der schwarzen Knospen und der paarig gefiederten Blätter.

Der passende Standort für den Götterbaum

Für die Wärme liebende Pflanze ist ein sonniger Standort auszuwählen. Der Baum kann dabei ruhig ganztägig in der Sonne stehen und ihm macht auch die pralle Mittagssonne nichts aus. Einen Sonnenschutz benötigen die Pflanzen lediglich in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung. Die Sonne kann bei den jungen Bäumen die Rinde schädigen und dazu führen, dass diese aufreißt.

Bei der Standortwahl gilt es, die Wuchsfreudigkeit des Gewächses zu bedenken. Bereits nach einem Jahr wird sich aus dem kleinen Setzling ein zwei Meter hoher Baum entwickeln. Für den Kleingarten ist der Götterbaum definitiv die falsche Wahl. Auf weitläufigen Grundstücken kann der Exot durchaus zum Hingucker werden. Ausreichend Abstand zu Nachbargrundstücken und angrenzenden Straßen oder Wegen ist in jedem Fall einzuhalten.

Der passende Standort in Stichworten:

  • hell
  • warm
  • sonnig
  • freistehend

Das ideale Substrat auswählen

An die Bodenbeschaffenheit stellt der Götterbaum kaum Ansprüche. Natürlich wird er in einem nährstoffreichen, lockeren Boden besser und schneller wachsen, als dies vielleicht in einem eher kargen Substrat der Fall ist. Generell tut dies der schnell wachsenden Pflanze keinen Abbruch. Selbst auf nährstoffarmen Böden kann der Götterbaum stolze Wuchshöhen von 20 Metern und mehr erreichen.

Tipp: Götterbäume sind ideale Stadtbäume, weder die Abgase der Autos, noch das Streusalz im Winter oder längere Trockenheit können den robusten Gewächsen etwas anhaben.

Den Götterbaum pflanzen

Wann ist Pflanzzeit?

Götterbäume sind robust und widerstandsfähig und können daher eigentlich ganzjährlich gepflanzt werden. Dies trifft zumindest auf ausgewachsene Bäume zu. Jungpflanzen sind dagegen empfindlicher und vertragen auch keinen Frost. Daher ist das Frühjahr für Setzlinge die ideale Pflanzzeit. Dann haben die Wurzeln genügend Zeit, sich gut zu entwickeln und die Pflanze wird den nächsten Winter problemlos überstehen, sofern sie mit einem Winterschutz versorgt wird. Werden die Bäume im Herbst in die Erde gebracht, kann es dazu führen, dass bei einem frühen Frosteinbruch die Triebe erfrieren, denn der Götterbaum braucht einige Zeit, bis er austreibt.

Darf ich überhaupt einen Götterbaum pflanzen?

Götterbäume wachsen uns schnell über den Kopf und erreichen bei guter Pflege bald Haushöhe. Bei diesen Ausmaßen stellt sich nun vielleicht nicht ganz unberechtigt die Frage, ob die Pflanzung im heimischen Garten überhaupt erlaubt ist. Generell spricht nichts dagegen, wenn die vorgeschriebenen Entfernungen zum eigenen Haus, zum Grundstück des Nachbarn oder zur angrenzenden Straße eingehalten werden. Diese Regelungen treffen die Kommunen und dort sollte man auch nachfragen, um sich bei der Baumpflanzung im Nachhinein keinen Ärger einzuhandeln.

Tipp: Als Faustregel gilt, die Wuchshöhe der Bäume sollte dem Abstand zum nächsten Gebäude entsprechen. Im konkreten Fall wären also etwa 25 Meter einzuhalten.

Worauf kommt es beim Pflanzenkauf an?

Götterbäume können in den Gartenfachmärkten oder Baumschulen als Ballenware oder Containerpflanze erworben werden. In der Regel fährt man mit kleineren Bäumchen besser, denn diese benötigen am neuen Standort weniger Eingewöhnungszeit und wurzeln sich schneller ein.

Betrachten Sie die Pflanze nicht nur oberirdisch, die Wurzeln sollten sich bei Containerpflanzen nicht bereits zu ringeln beginnen. Dies zeigt an, dass die Pflanze zu lange im Container stand und nicht mehr genügend Substrat zur Verfügung hat. Breitet sich das Wurzelsystem dagegen strahlenförmig aus, handelt es sich um Pflanzen, welche noch nicht zu lange im Pflanzgefäß standen und denen noch genügend Nährstoffe und Sauerstoff zur Verfügung stehen.

Sorgen Sie für einen sicheren Transport und befestigen den Götterbaum ggf. mit Seilen und Schnüren. Steht der Pflanze ein längerer Transportweg bevor, sorgen Sie dafür, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Gleiches gilt, wenn der Baum nicht sofort eingepflanzt wird und noch einige Zeit im Pflanzgefäß ausharren muss.

Den Götterbaum pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Pflanze wässern
  3. Pflanzloch ausheben
  4. Substrat aufwerten
  5. Drainage legen
  6. Wurzelballen freilegen
  7. Pflanze mittig ins Pflanzloch setzen
  8. Substrat auffüllen
  9. Stützpfähle anbringen
  10. Erde gut andrücken
  11. Pflanze angießen

Ist der passende Standort gefunden, wird der Götterbaum zunächst gewässert. Dies sollte mindestens so lange geschehen, bis aus dem Gefäß keine Luftblasen mehr entwichen. Das Pflanzloch sollte mindestens die doppelte Größe des Wurzelballens besitzen. Das Substrat kann nun mit Kompost aufgewertet werden. Damit erhält die Pflanze einen wirkungsvollen Langzeitdünger und benötigt im ersten Standjahr keine weiteren Düngergaben.

Um Staunässe entgegen zu wirken, kann in das Pflanzloch eine Drainage aus Tonscherben oder Kies eingebracht werden. Über die Drainage wird eine Schicht des vorbereiteten Erde-Kompost-Gemischs gegeben.

Häufig sind die Wurzeln in Tücher  oder Netze eingeschlagen. Diese sollten vor der Pflanzung restlos entfernt werden. Es handelt sich zwar meist um biologisch abbaubares Material, die Verrottung nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch und die Wurzeln werden dabei bei ihrer Entwicklung behindert.

Die Pflanze wird nun mittig in das Pflanzloch gesetzt und sollte dabei nicht tiefer in den Boden gebracht werden, als dies im Pflanzgefäß der Fall war.

Tipp: Das Substrat setzt sich nach den Angießen und sollte daher etwas reichlicher aufgeschüttet werden.

Junge Götterbäume benötigen Stützpfähle. Diese werden nach der Pflanzung in den Boden gebracht. Dabei werden drei Pfähle mit etwas Abstand um die Pflanze in den Boden geschlagen. Diese Pfähle werden mit einem breiten Band verbunden. Verwenden Sie keinen Draht, dieser könnte die Pflanze verletzen und sich in den Stamm bohren. Generell sollte das Bindematerial eher locker angebracht werden, so dass dem Bäumchen noch etwas Bewegungsspielraum bleibt.

Tipp: Die Stützpfeiler können nach den ersten beiden Standjahren entfernt werden.

Nach der Pflanzung wird reichlich angegossen. Damit sich die Pflanze gut mit Gießwasser vollsaugen kann, bietet es sich an, einen Gießrand anzulegen. Fällt dieser zur Mitte hin leicht ab, wird das Wasser optimal an die Pflanze geleitet. Bringen Sie noch etwas Rindenmulch rund um den Götterbaum auf das Substrat auf, wird die Pflanze vor Feuchtigkeitsverlust bewahrt.

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